Wenig einladend: Unsere untere Brache

Irgendwann muss es hier mal einen Gemüsegarten gegeben haben, davon zeugen Obstbäume, ein Gewächshaus und ein Komposthaufen, den wir unter hohen Brombeerranken ganz im Eck ausgraben. Hinter dem Jägerzaun befindet sich aber nur noch eine Brache, alles ist ineinander und übereinander gewachsen.

Das untere Elend: Trostlose Waschbetonwüste umgeben von Gestrüpp

Dahinter mündet das Elend in einen trostlosen Waschbetonhof, früher standen hier Mülltonnen. Das soll der Ausblick aus meinem künftigen Büro werden?

Als erstes verschenken wir das Gewächshaus und den Jägerzaun gegen Selbstabbau, denn wir haben keine Zeit. Dann versuchen wir, mit unseren bescheidenen Mitteln, die Brache irgendwie frei zu bekommen. Ein Freund macht die Efeumassen mit der Motorsäge nieder, der Nachbar mäht uns mit seinem starken Rasenmäher die hoch gewachsene Wildnis nieder.

Auch aus der Firmenebene zaubern wir Schuttberge, die wir zunächst sammeln, da wir nicht so lange einen Container stellen wollen.

Wir sind froh, dass es wieder etwas heller und lichter geworden ist. Nachdem ich mein Büro bezogen habe, nehme ich mir an einem langen Wochenende die Waschbetonwüste vor. Mit dem von der Vorbesitzerin hinterlassenen Stemmeisen nehme ich Waschbetonplatten aus der Fläche heraus und schaffe so Beete, die ich nacheinander neu anlege. Der Hof soll immergrün sein, vor der Efeuwand wächst ein Beet mit hohem Lavendel, das die hässliche Mauer im unteren Teil verdeckt. Zwei unterschiedlich hohe Lorbeerhecken sollen gliedern und beruhigen zugleich. Gräser sollen Leben bringen und Leichtigkeit schaffen – so weit der Plan.

Die Obstbäume dürfen vorerst bleiben, ich schneide sie einfach kräftig zurück. Die Fläche ziehen wir glatt und sähen Gras um das Unkraut einzudämmen.

Zwar noch lange nicht so, wie wir uns das vorstellen, aber ausgelichtet, neu angelegt und halbwegs ordentlich.

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